Der SBB Community Mailer Dienst hat mich vorgestern per Email rückgefragt, ob ich mit der erhaltenen Antwort zufrieden sei und mein Problem gelöst sei. Ich möge dann die ‘akzeptierte Lösung’ markieren.
Ich kann die bekommene Antwort aber nur als Erklärung, aber nicht als Lösung akzeptieren. Denn eine Lösung wäre nur dann akzeptabel, wenn der SBB-Kunde wenigstens darauf hingewiesen würde, dass Zeitangaben für Fusswege nur in horizontaler Richtung gelten. Dann wäre mir nämlich erspart geblieben, dass ich meinen Brüdern für die Gross Mythen Wanderung eine allzu optimistische (dreimal zu tiefe) Wanderzeit angegeben hatte.
Es müsste doch möglich sein, z.B. wie an anderen Stellen durch ein Infosymbol (ein i in einem Rundumelchen) eine entsprechende Zusatzinformation aufpoppen zu lassen.
Wenn wir vom Extrembeispiel Gross Mythen absehen: Wenn ich heute Nacht den Wunsch hätte, z.B. von Zürich Triemli nach Wettswil am Albis zu gelangen, dann gäbe es einen Bus, mit dem ich bis Stallikon, Sellenbüren käme. Der Fahrplan schlägt mir als Abschluss einen 19minütigen Fussmarsch von 1262 m von Sellenbüren durch den Wald hinauf nach Wettswil vor. Dabei müsste ich von Höhenmeter 526 an der Reppisch zum Höhenmeter 604 auf der Wettswiler Krete emporsteigen. Mir scheint, die 19 Minuten wären auch bei diesem (fiktiven) Beispiel zu tief geschätzt, und der unglückliche Reisende 😢 müsste doch irgendwie vorgewarnt werden.
Mir kommen auch hektische Umsteigaktionen im Bahnhof Bern in den Sinn, wo die Umsteigzeiten manchmal etwas knapp sind. Auch hier fallen halt vertikale Bewegungen ins Gewicht, all die Rampen, Treppen und Lifte, mit denen man Zeit verlieren kann. (Und manchmal sind die Verhältnisse wie in Bern so unübersichtlich, dass man sich zuerst orientieren muss (wo ist die Unterführung, links oder rechts?). Auch diese Zeitaufwände sind bei den Umsteige-Fussmärschen wohl nicht einkalkuliert…)
Jetzt aber genug geschrieben für heute Abend…