Anonymous16
Zum letzten Punkt:
“wenn ich für ein Check-in (System EasyRide) ein SMS ( wegen Zeitfrage ) erhalte - ebenso beim Check-out.”
Und wenn aus irgend einem nicht von mir verantworteten Grund das SMS nicht erhalten werden kann? Oder während der Reise das Phone kaputt geht? Für mich ist jede Lösung, die ein vom User betriebenes Gerät welches auf Infrastrukturen Dritter (insbesondere Telefon- und Datenprovider) als zentral voraussetzt ungeeignet.
“Venda” und “Tap & Ride” ersetzten den Ticketkauf am Automaten. Sie dienen - soweit es beschrieben ist - dem bargeldlosen Kauf eines bestimmten (von mir zu wählenden) Tickets für die geplante Strecke bei Fahrtbeginn. Das Ticket ist dann auf der SwissPass-KARTE (bzw. bei einer Kontrolle via diese) sichtbar. Diese Systeme scheinen jedoch keine Alternativen zu EasyRide (oder Fairtiq) zu sein.
Die SwissPass-KARTE (also nicht SwissPass-Mobile) ALLEIN müsste aber auch dafür genügen: Sie hat NFC-Fähigkeit, mit der ich mich identifizieren kann. In jedem Verkehrsmittel (Bus, Bahnwagen,…) könnte es (ausreichend viele) NFC-Leser geben. Beim Betreten und Verlassen eines Verkehrsmittels (auch beim Umsteigen!) halte ich die SwissPass-Karte an dem NFC-Leser. Der Leser speichert meinen Zu- und Ausstieg und übermittelt ihn so rasch als möglich an ein zentrales Verrechnungssystem. Die Tagesabrechnung erfolgt dann wie bei EasyRide nach Betriebsschluss für alle Fahren des vergangenen Tages. Da oft Dutzende Leute ein- und aussteigen gibt es eine Toleranzzeit von ein paar Minuten plus NFC-Leser am Bahnsteig und an der Buskante.
Bei einer Kontrolle kann dann jederzeit überprüft werden, dass ich mich im benutzten Verkehrsmittel eingecheckt habe. Für nicht korrekt funktionierende NFC-Leser liegt die Verantwortung beim Betreiber, für die defekte NFC-Funktion der Karte beim Herausgeber der Karte.
Vertrauen und Kundenorientierung also statt grundsätzliches Misstrauen. Kaum ein Laden prüft jede 20er- oder 100er-Note auf Herz und Nieren…
ALLERDINGS: Der Einbau von NFC-Lesern in jedes Verkehrsmittel dauert seine Zeit und kostet Geld. Es stellt sich also die Frage, ob nicht ein monatliches “40-Franken-Ticket” für den Regionalverkehr der ganzen Schweiz optimaler wäre…