Hallo Marion Githaumpech50
Wenn man bei einer Busverbindung im Stundentakt den Anschluss wegen einer kleinen Verspätung verpasst, ist das natürlich sehr ärgerlich.
Im Fahrplan ist der von dir erwähnte Anschluss um halb sechs jedoch nicht aufgeführt. Um den Bus um 17:34 zu erreichen wird die Verbindung Luzern ab 16:30, Zofingen an 17:01 angegeben. Bei der von dir erwähnten Verbindung handelt es sich also um einen sogenannten „Turnschuhanschluss“, der nicht eingehalten werden muss. Dein Zug aus Luzern kommt fahrplanmässig auch nicht um 17:29 sondern um 17:31 an.
Zu deiner Frage: Der Bus fährt bis Bottenwil, Vorstatt (Ankunft :57) und fährt bereits um :59 wieder zurück. Diese zwei Minuten sind somit die einzige „Reserve“. Mit Ankunft :25 in Zofingen stellt der Bus den für dich wichtigen Anschluss Richtung Luzern her (ab :29).
Wenn der Bus in Zofingen also erst :36 abfahren würde, könnte er unter Umständen nicht mehr pünktlich zurück in Zofingen sein. Ein Anschlussbruch wäre zwar etwas weniger schlimm als in der umgekehrten Richtung, da auf dieser Strecke beim Zug ein Halbstundentakt gilt. Spätabends ist der Zustand so, wie du ihn dir wünschst: Abfahrt ab Zofingen :36. Das hat vermutlich mit der besseren Verkehrssituation und mit der geringeren Anzahl Passagieren (Ein- und Aussteigen braucht Zeit) zu tun.
Aus meiner Sicht dürfte der Wunsch „Bus soll 2 Minuten später abfahren“ aus diesem Grund einen schweren Stand haben. Hingegen wäre zu überlegen, ob die Fahrt bis Bottenwil, Vorstatt zwingend notwendig ist - oder ob diese für den viel besseren Anschluss für alle Bus-Passagiere zwischen Zofingen und Bottenwil, Dorf geopfert werden könnte. Durch diesen Verzicht wäre die Busfahrt hin und zurück ein paar Minuten kürzer, und die Umsteigezeit könnte verlängert werden. (Auch die Kunden von Bottenwil, Vorstatt wäre trotz Fussmarsch oder Velofajrt insgesamt schneller zu Hause). Villeicht ist die Fahrt bis dort aber zwingend wegen der Kehrmöglichkeit, oder weil dort ein Altersheim oder eine Schule ist.
Letztlich ist das natürlich ein politischer Entscheid, den in erster Linie die Gemeindebhörden fällen müssen. Sie bestellen (und bezahlen) für das Busangebot. Ich würde das Thema auf jeden Fall mal mit den Gemeinden und auch mit dem Betreiber der Buslinie diskutieren, Vielleicht kann man auch einzelne Fahrer motivieren, 30 oder 45 Sekunden länger zu warten, wenn sie den Zug einfahren sehen. Und sprich doch auch mit den andern Buspassagieren darüber. Gemeinsam ist man stärker.
Zuguterletzt: Jede Person kann im Frühling hier Eingaben zum Fahrplanentwurf machen.
Ich wünsche dir viel Erfolg!
Gruss, Reto