Warum wird das Ausflugs Abo eigentlich eingestellt? Im Gegensatz zu den einzeln verkauften Tageskarten wie: Tageskarten zum Halbtax, Spartageskarten SBB, Spartageskarten Gemeinde und die verschiedenen sporadisch verkauften Tageskarten von Coop usw. oder für 2 , die sich gegenseitig konkurrenzieren, handelte es sich beim Ausflugs Abo eher um ein 20er oder 30er-Paket von Tageskarten zum Verbrauch innerhalb eines Kalenderjahres oder anders ausgedrückt: um eine Art Mehrfahrtenkarte auf der Basis von Tageskarten.
Der kommunizierte Grund des Alternativ-Nachfolgeproduktes: Halbtax PLUS ist meiner Ansicht an den Haaren herbei gezogen, denn es spricht doch eine ganz andere Käuferschicht an und ist eher eine Art Prepaid-Nutzung mit unterschiedlicher Rabattierung. Angesprochen ist der Berufsverkehr im Gegensatz zum Freizeitverkehr beim Ausflugs Abo.
Die Einstellung erstaunt mich umso mehr, als es sich beim Ausflugs Abo um ein „Modernes Ticket“ handelte und erst knapp 5 Jahre in Betrieb, allerdings begleitet von einer unsäglichen Einschränkungszeit wegen COVID-19. Trotzdem war man nicht auf ein 24h-betriebsbereites Begleit-Handy angewiesen, weil die Tageskarte auf den SwissPass geladen wurde. War vielleicht dies der Grund ?
Gerade wegen der Eigenschaft „Modernes Ticket“ waren ja auch keine anderen Apparaturen bahnseits betroffen, wie wenn einmal die orangen Entwerter aufgehoben werden und dann für Mehrfahrtenkarten oder Tageskarten Coop oder Tageskarten zum Halbtax Schluss ist…
Falls der Grund wirklich die fehlende Nachfrage ist: Gibt es Zahlen über die jährlich verkaufte Anzahl an Ausflugs Abo ? einen dramatischen Rückgang wegen der Pandemie ? Wo stimmt das Verhältnis zwischen Aufwand und Ertrag bei diesem Produkt denn nicht? Wo ist der Aufwand bei diesem Produkt unverhältnismässig? digitale Probleme ? (habe diese nur zur Anfangszeit bei einigen Privatbahnen festgestellt).
Ich jedenfalls finde diese Einstellung schade – es wird mein Reiseverhalten in der Schweiz natürlich stark beeinflussen…