Hallo Zusammen,
am 28. Januar 2024 wollte ich von Genève nach Bern fahren mit dem IC1 ab 14:42.
Ich warte auf dem Perron, höre die Ansage wegen Einfahrt des Zuges, sehe den Zug bereits einfahren.
Plötzlich hupt der Zug, bleibt stehen, Schaulustige laufen zum Zug, dann kommt die Ansage, dass der Zugverkehr von Genève-Aereoport bis Lausanne bis 16 Uhr wegen eines Unfalls mit Personenschaden unterbrochen sei.
Die auf dem Perron mit Gleis 4 und 6, wo die IC und IR üblicherweise fahren, vorgesehenen Züge werden nacheinander abgesagt, dann wird der Perron von CFS Security komplett geräumt und abgesperrt. Polizei und Rettung erscheinen.
Es gab dort keine Informationen für die Reisenden, wie und wann es weitergeht.
Letztendlich habe ich dann gesehen, dass der RE von Annemasse nach Lausanne auf Gleis 1 trotzdem noch fuhr und bin dann mit dem nächsten RE nach Lausanne und dann dort weiter mit dem IC. Aber dazu gab es keine Hinweise oder Hilfestellung, ich musste es selber herausfinden. Verspätung 1 Stunde, wofür ich dann im Rahmen der Fahrgastrechte einen Tagespreis meines GA als Schadenersatz gezahlt wurde.
Es war wohl ein schwerer Unfall, wie man der Presse entnehmen konnte (“Un accident de personne a eu lieu dimanche sur un quai de la principale station ferroviaire du canton. Le pronostic vital de la victime est engagé.” ), aber warum wird in einem solchen Fall der gesamte Zugsverkehr auf der Strecke heruntergefahren und keinerlei Hilfestellung und Information gegeben (“Unterbruch bis 16 Uhr” sehe ich nicht als hilfreichende Information und war zudem nicht richtig, da zumindest der RE auf Gleis 1 doch fuhr).
Obwohl ich viel mit dem Zug fahre, habe ich so einen Vorfall nun das erste Mal erlebt und frage mich, warum die Organisation (Information, Hilfestellung über alternative Transportmöglichkeiten) so unbefriedigend war?
Grüsse
Michael