Hallo Zusammen,
ich fuhr am 26. März von Milano nach Bern mit dem EC56, der ab Milano Centrale um 18:20 Uhr fährt. Bis zur Abfahrt in Domodossola hatte er sich 18 Minuten Verspätung eingefahren, das ist leider nicht ungewöhnlich.
Der Zug musste bis Domodossola oft bremsen und warten, schon in Rho und in Gallarate.
Kurz nach der Ausfahrt aus dem Simpontunnel, vielleicht 500m vor dem Bahnhof Brig blieb der Zug dann stehen. Das Licht geht aus und wieder an, Druckluft wird abgelassen, mehrfach kommt die Ansage, dass sie den Zug resetten müssten. Die beiden Finanzieri, die den Zug kontrolliert hatten, verlassen bereits nach etwa 10 Minuten den Zug und laufen zu Fuss über zum Bahnhof, da sie den nächsten EC nach Milano kontrollieren wollten. Irgendwann dann die Ansage, dass ein Ersatzug käme und nach langer Wartezeit wurde dann über die erste Passagiertür evakuiert in einen anderen Zug, der uns dann die etwa 500m zum Bahnhof Brig fuhr. Dort kamen wir dann mit etwa 100 Minuten Verspätung an und mein Ziel in Bern erreichte ich mit 121 Minuten Verspätung.
Es ist nicht das erste Mal, dass der Astoro (ETR610) einfach stehen bleibt. Genau die gleiche Situation hatte ich bereits einmal im Bahhof von Domodossola in Richtung Milano erlebt (ohne Evakuierung). Heute hatte ich gehört, dass die Batterien leer waren.
Diese Situation sieht für mich nicht sehr vertrauenserweckend aus.
Wie kann es sein, dass solche Vorfälle mehrfach geschehen? Im Telekommunikationsbereich würde es hierzu ein Incidentmanagement geben, was die root cause des Vorfalles herausfindet und alles unternimmt, dass sich solche Fehler nicht wiederholen. Ich befürchte auch, dass wir auch schon im Simplontunnel mit der Panne am Zug hätten stehen bleiben könnnen und dann hätte die Evakuierung wohl noch länger gedauert. Ist der Astoro (ETR610) allenfalls einfach technisch so unzuverlässig?
Grüsse
Michael