Lieber Roland, Hauterive68 und Reto,
Vielen Dank für Eure Rückmeldungen.
Grundsätzlich stellt es eine Herausforderung dar, über ein Thema zu diskutieren, das in seiner ursprünglichen Form nicht mehr existiert; daher einige Gedanken dazu. Es ist bekannt, dass die SBB nicht allein für die Festlegung der Tarife verantwortlich ist und dass es grundsätzlich im Ermessen eines Unternehmens liegt, bestimmte Angebote zu unterbreiten oder nicht. Dies soll jedoch nicht Gegenstand meiner Diskussion sein (danke für den entsprechenden Hinweis).
Der Kern des Problems liegt vielmehr darin, dass der Status eines Studierenden keine Altersbeschränkung impliziert. Jeder, der das Maturitätszeugnis erfolgreich erlangt hat, ist unabhängig vom Alter berechtigt, eine Universität zu besuchen.
Die Bezeichnung “Studenten-Abo” erweist sich daher als irreführend: Studierende, die ihr Studium vor 2020 aufgenommen haben und das von der SBB festgelegte Alterslimit überschritten haben, erfahren erst beim Ticketkauf (sowohl am Schalter als auch online), dass dieses Angebot für sie nicht mehr gültig ist. Diese Altersbeschränkung war mir nicht bewusst, während dies Euch offensichtlich bekannt war.
Für mich bleibt die Definition eines Studierenden unverändert, unabhängig vom Alter. Wäre ein “Weiterbildungs-Abo” angeboten worden, wäre vermutlich klar gewesen, dass die spezifischen Bedingungen vorab zu prüfen sind.
Das ehemals von der SBB angebotene Studenten-Abonnement wurde zugunsten eines Angebots für Jugendliche abgeschafft, eine Gruppe, die lange Zeit nicht ausreichend berücksichtigt wurde: Es ist zweifellos positiv, dass nun auch Jugendliche von einem solchen Angebot profitieren können. Zu bedenken gilt, dass aus der Perspektive der SBB die rechtsgültige Altersgrenze bei jedem Jugend-Abo ein Ende findet.
Es wäre wünschenswert, wenn alle Personengruppen in gleicher Weise berücksichtigt würden, sodass niemand ausgeschlossen oder bevorzugt wird.