Die Türen in keinem mir bekannten aktuellen Zugstyp auf der “falschen” Seite automatisch aufgehen, obwohl die “Türe öffnen” Taster vor den Halt immer auf beiden Seiten beleuchtet sind.
In den Reglementen ist klar definiert, wo und wann die Ausstiegsseite genannt werden darf. Oberstes Gebot hat die Sicherheit.
Es besteht die Gefahr, und dies passiert immer wieder einmal (gerade bei Dunkelheit), dass jemand die Nottüröffnung aktiviert, wenn die Türen nicht auf der angekündigten Seite aufgehen. Macht das Zugpersonal die Ansage, kann es, dank Live-Informationen, im Falle einer kurzfristigen Gleisänderung immer noch eingreifen und die Ausstiegsseite korrigieren. Zudem, nicht alle Kundeninformationssysteme in den Zügen sind gleich intelligent. Nicht jedes System kennt den Fahrplan und die Ausstiegsseite.
Als Fallbeispiel nehme ich den Rollstuhlfahrer, der verständlicherweise gerade in einem grösseren Bahnhof zuerst aus so einem Niederflurzug fährt, d.h. er möchte seinen Rollstuhl in Position bringen, damit der vorwärts raus fahren kann.
Aus beruflicher Erfahrung kann ich dir sagen, die Menschen im Rollstuhl sind nicht so unbeholfen, für die wir Gehende sie immer halten. Diese Menschen wissen sich oft geschickter zu helfen, als wir Gehende. Rückwärts aus dem Zug zu fahren ist für keinen Rollstuhlfahrer ein Problem. Und die, die Hilfe benötigen, melden sich sowieso beim Servicecenter Handicap für eine Ein- / Ausstiegshilfe.
Viele Grüsse
Roland