Ex-Bähnler Bacon95 hat auf ein Problem hingewiesen, welches in den Bahnhöfen zunehmend vorkommt. Nicht nur in Frauenfeld. Schlimm scheint mir die Situation in Solothurn zu sein, an einem Bahnhof, den ich relativ oft fürs Ein-, Aus- oder Umsteigen in die Züge nutze. Wobei das Betteln im Vergleich zu den oft “verladenen” und auf den Bahnsteigen schlafenden Junkies eher vernachlässigbar ist. Mir wurde denn auch schon zugetragen, dass von auswärts anreisenden Passagieren Solothurn in dieser Hinsicht einer der “schlimmsten” schweizerischen Bahnhöfe sei und die Stadtbehörden nicht viel unternähmen. Oft müsse auch die Sanität gerufen werden, weil sich Drogenabhängige verletzt hätten oder kaum mehr ansprechbar seien. Es ist nicht in erster Linie eine Frage der polizeilichen Zuständigkeit (Transportpolizei oder Stadt- bzw. Kantonspolizei), sondern - wie auch in anderen Orten der Schweiz - ob die zivilen Behörden hinreichende Sozialhilfemassnahmen ergreifen. Solothurn - so wurde mir ebenfalls berichtet - kenne beispielsweise keine Notschlafstelle oder ähnliche Einrichtungen. Trotz dieser eher düsteren Angelegenheit wünsche ich allen weiterhin angenehmes Reisen mit den SBB. Aurelius