Letzthin fuhren wir mit der Interdiscount Tageskarte nach Genf und benutzten verschiedene ÖV- Transportmittel, um zu den Genfer Sehenswürdigkeiten zu gelangen. Es ist ja zudem eine aus Ostschweizer Sicht weit entfernte Stadt, wo wir seit vielen Jahren nicht mehr waren. Wir mussten dabei öfters Tram und Bus wechseln und dabei ist mir eines frappant und positiv aufgefallen:
Junge Leute sprangen wie Sprungfedern auf und boten uns in den recht gut besetzten ÖV’s ihren Platz an. Beim ersten Mal war es mir fast peinlich - bei meiner Frau verstehe ich’s ja, sie ist eine Frau. Aber als ich die gleiche Reaktion auch bei noch jüngeren Betroffenen (die meine Söhne um die 50 sein könnten) feststellte, sagte ich mir: Warum reagieren da die Jungen in Genf (ca.13-25) derart anders als bei uns ? Ich will damit nicht jammern, denn für mich ist unser Zustand normal - man arrangiert sich selber…
Auf meine Erlebnisse im Bekanntenkreis erfahre ich, dass Jugendliche in Genf Freifahrt im Kanton haben - für mich wäre es eine Erklärung dieser unterschiedlichen Reaktionen.
Frage: Weiss jemand, ob es in Genf so eine Art Gentlemen’s Agreement zwischen der Politik und den Jugendlichen bei der Einführung dieser Freifahrten im Kanton gab ? Falls ja - wäre dies nicht auch ein gesamtschweizerisches Modell für Fahrten von Jugendlichen im Lokalbereich d.h. z.B. nur in S-Bahnen, Tram und Bus - dafür im Gegenzug Platz frei geben bei starker Belegung ? - nur so als Gedanke…