Das ist weniger ein Problem der SBB als der Stadt. Die Taubenregulierung in Zürich funktioniert nicht ausreichend. Es gibt im ganzen Kanton vier Taubenschläge. Drei in der Stadt Zürich, einen in Winterthur. In diesen Taubenschlägen haben die Tauben Futter und eine Nistmöglichkeit. Man tauscht die gelegten Eier regelmässig gegen Gipseier aus, um den Bestand zu regulieren. So geht Bestandskontrolle ohne Abschüsse (die immer Protest erzeugen).
Die Stadt Zürich ist der Meinung, die Tauben würden zu viel von Passanten gefüttert und deshalb nicht in den Taubenschlägen nisten. Vogelfreunde behaupten, es gäbe zu wenige Taubenschläge.
Es ist wohl von beidem etwas. Aarau hat die Situation nach langem Kampf im Griff und betreibt als viel kleinere Stadt zwei Taubenschläge. Es gibt viel weniger Tauben als noch vor zehn Jahren.
Zürich hat aber natürlich mehr internationale Touristen als Aarau und die sind schwer zu erfassen mit Informationskampagnen. Die Leute müssen wissen, dass altes Brot keine artgerechte Nahrung für Tauben ist und der grosse Bestand den Tauben selbst nicht gut tut.