RedBaron
Danke für die ausführlichen Zeilen, die meine Darstellungen zu falsifizieren versuchen. Leider gelingt das nicht bzw. nur teilweise:
RedBaron Doch, tut er. Habe ich gerade gestern wieder erhalten:
Das ist ein informatives E-Mail und keine Verifizierungsmassnahme. Bis man dieses Mail gelesen hat, hat der potenzielle Hacker genügend Zeit, seine Einkäufe zu tätigen.
RedBaron Nein er hinkt nicht, Millionen von Internet Nutzern verwenden leichtfertig überall dasselbe Passwort. Deswegen hat sich mit dem Handel solcher Passwörter (mit der zugehörigen Mailadresse als Login) auf der dunkleren Seite des Internets (Darknet) ein regelrechtes ‘Geschäftsmodell’ entwickelt.
Doch, er hinkt. Die physische Bereitstellung eines Hausschlüssels vor der Haustüre kann man wohl kaum mit dem Identitätsklau vergleichen, der sich mit genügend technischer Bewandheit grossflächig und mit wenig Aufwand praktizieren lässt und “sich in ein regelrechtes Geschäftsmodell entwickelt” (deine Worte). Ich glaube nicht, dass du das beim Hausschlüsselklau ebenfalls so siehst.
Du sagst es selber: “Die Verwendung eines weitergegebenen Billetts mit fremdem Namen würde nicht bloss als ungültiges Ticket, sondern zusätzlich als Missbrauch geahndet.”
Das tut die SBB aber offenbar nicht bei Tickets, die mit falscher Identität gekauft wurden. In meinem Fall wurden zwei Tickets ordentlich entwertet bei einer Person, die ganz offensichtlich nicht ich bin. Ist es nicht an der SBB, spätestens hier den Fehler einzugestehen?
RedBaron Nenne uns nur einen einzigen Online-Händler (keine Bank), der seine Waren/Dienstleistungen täglich millionenfach verkauft, welcher den Schaden aus Identitäts-Missbräuchen seiner Kunden zu 100% übernimmt. Dafür sind neuerdings Cyberversicherungen da.
Wozu soll ich hier andere Händler nennen? Die SBB verkauft immaterielle Güter (Reisen), bei denen für sie keine sogenannten Grenzkosten entstehen, wenn sie erbracht werden. Wenn also die Person mit der per geklauter Identität gekauften Fahrkarte unterwegs ist, ist das nicht so, wie wenn sie bei Digitec einen TV kauft. Sprich, der SBB entstehen keine Schäden, wenn sie dem Opfer des Identitätsklaus den Fahrpreis zurückerstattet. Im Gegenteil, man könnte die ganze Sache als regelrechtes Geschäftsmodell betrachten, bei dem durch die Hacker für die SBB Mehreinnahmen generiert werden.
RedBaron Und wie schon von Roland oben angetönt: Spannender für diese Community bzw. anderen, welche diese Diskussion mal ergoogeln, wäre ein Hinweis darauf, wie Dein Passwort zu den Betrügern gelangt ist. Denn ‘erraten’ oder sämtliche Zeichenkombinationen online durchprobiert haben sie garantiert nicht!
Etwa aufgund eines Swisspass Phishing Mail alle Angaben auf einer Fake Website hinterlegt?
Oder halt doch das alte Swisspass Passwort mehrfach verwendet?
Danke für die Belehrung. Mir ist es völlig augenscheinlich, dass ich hier Mitverantwortung trage bzw. dass ich offenbar unsorgfältig mit meinen Logindaten hantiert habe. Touché. Aus den oben dargestellten Gründen, und weil die SBB ein vom Staat (und somit von mir und dir) mitfinanzierter Betrieb ist, und weil sie ein quasi Monopol geniesst bzw. weil ich als Konsument keine Möglichkeit habe, nach der für mich völlig unzufriedenstellenden Handhabe der Angelegenheit auf einen anderen Anbieter umzusteigen, würde ich hier ein konsumentenfreundlicheres Vorgehen erwarten.