Bei Platzmangel kann der Kondukteur die 1. Klasse deklassieren. Das wird nach meiner Erfahrung aber selten gemacht, weil die Passagiere der 1. Klasse einen Aufpreis bezahlt haben für eine ruhige Fahrt mit Platz.
Schon heute werden viele Züge zu Stosszeiten verstärkt, also verlängert. Es verkehren dann zwei statt einer Komposition. Noch länger ist schwierig bzw. bedingt die Verlängerung der Perrons auf vielen Bahnhöfen.
Häufig hat es aber ganz vorne oder hinten noch freie Plätze, weil viele Leute möglichst nahe der Treppe einsteigen.
Es ist teuer, die Infrastruktur (vorhandenes Rollmaterial und Perronlängen) auf ein paar wenige Verbindungen pro Tag auszulegen. Viel mehr sollten die Möglichkeiten der modernen Arbeitswelt genutzt und die Reisen besser über den Tag verteilt werden. Einige Schulen haben deswegen den Schulbeginn in den Tag hinein verlegt. Es ist klar, dass nicht in allen Berufen flexible Arbeitszeiten möglich sind. Aber wenn nur schon die Leute, die flexibel arbeiten können, es auch tun würden, wären die Spitzen gebrochen.