Warum bekomme ich immer mehr das Gefühl, dass die SBB eigentlich nicht will, dass Sparangebote genutzt werden? Pro Memoria: vor einigen Jahren war das mir den Sparbilleten ganz einfach: es gab ein fixes Kontingent pro Strecke, und wenns noch ein Sparbillet gab, konnte man das auch noch 1h vor Abfahrt erwerben.
Heute ist das alles anders. Sparbillete nur 2 Tage vor Abfahrt, stark reduziertes Kontingent, und gute Preise eigentlich nur auf Strecken bzw. zu Zeiten, wo kein normaler Mensch sie braucht. Und eure „Spartageskarte ab 29.-„ hab ich ehrlich gesagt auch noch nie gesehen - CHF 50-60 scheint so der Tiefstpreis zu sein.
Hier also meine Fragen:
- Warum gibt es die Sparbillete im Sommer auf vielen Strecken auf einmal nicht mehr (z.B Weinfelden-Kreuzlingen)?
- Wieviele von den „29-Franken Spartageskarten“ gibts es denn pro Tageskontingent?
- Warum verfallen die Sparticketkontingente 2 Tage vor Abfahrt?
- Warum muss ich eine Reise mit einer Spartageskarte weiter vorausplanen als eine Flugreise, um ein wirklich gutes Angebot zu bekommen?
- Was hat die SBB gemacht, damit fast alle Gemeinde keinen Bock mehr hatten, die Gemeindetageskarten anzubieten?
Die Antwort hab ich eigentlich teilweise schon selber: weil der Zweig SBB Cargo Schweiz seit Jahren Verluste schreibt und die SBB dazu noch massive, meist fragwürdige Investitionen getätigt hat, werden jetzt die Privatpassagiere zur Kasse gebeten. Allerdings muss ich sagen: statt unserem neuen, völlig überdimensionierten Dorfbahnhof mit der futuristischen, total umgebungsfremden elektronischen Anzeigetafel hätte ich lieber unseren alten, herzigen Bahnhof behalten, zusammen mit den tieferen Ticketpreisen.
Ich stelle jedenfalls fest, dass ich ohne verlässliche Sparangebote die von mir befahrenen Strecken flexibler und günstiger (inkl. Versicherungen, Abgaben und Sprit) mit dem Auto oder Motorrad befahre - insb. wenn man zu zweit Reist oder kein Halbtax hat. Und das sollte ja eigentlich nicht sein, oder?