Ich möchte einen Fall melden, der exemplarisch zeigt, wie Kund:innen durch digitale Verzögerungen der SBB-App ungerechtfertigt gebüsst und sogar betrieben werden – obwohl kein Fehlverhalten vorliegt.
Was passiert ist:
Ich habe am 15.5.2025 ein digitales Ticket vor der Abfahrt des Zuges gekauft. Aufgrund einer App-bedingten Aktivierungsverzögerung wurde das Ticket in der App erst 11 Sekunden nach der offiziellen Abfahrtsminute als gültig angezeigt.
Dennoch sass ich bereits im stehenden Zug, mit geöffnetem Ticket am Handy.
Die Kontrolle fand statt, während der Zug noch nicht losgefahren war.
Eine Zeugin bestätigt, dass das Ticket rechtzeitig gekauft und sichtbar war.
Trotzdem wurde mir eine Busse wegen „Reisen ohne gültigen Fahrausweis“ ausgestellt. Alle meine Hinweise auf einen Systemfehler wurden vom SBB-Kundendienst zurückgewiesen – und nun wurde sogar eine Betreibung eingeleitet.
Der Kern des Problems:
Die SBB-App hat, wie viele digitale Systeme, gelegentlich Verzögerungen beim Aktivieren von Tickets, insbesondere bei Zahlungsvorgängen.
Kund:innen haben darauf keinen Einfluss.
Trotzdem werden sie sanktioniert, als hätten sie absichtlich ohne Ticket fahren wollen.
Dies wirft wichtige Fragen auf:
Wie oft werden Kund:innen durch solche digitalen Verzögerungen ungerecht sanktioniert?
Weshalb werden klar nachweisbare Zeitversätze nicht berücksichtigt?
Wieso wehrt sich die SBB gegen erkennbare technische Fehler?
Warum werden sogar Betreibungen eingeleitet, obwohl kein Verschulden vorliegt?
Ich erachte dies als einen Fall von systematischer Kundenbenachteiligung, der viele Pendler:innen betreffen könnte. Habt ihr ähnliche Erfahrungen gemacht?