-- Ich schätze an den Schweizer Wagenausstattung besonders diese gegenüberliegende Sitzplatzierung an einem Fenster - da habe ich auch einem unbekannten Gegenüber genügend Abstand. Diese Flugzeugbestuhlung wie bei der DB sind für mich ein Horror - besonders wenn ich noch an die Wand verdammt wäre, also dort kein Fenster ist…. Platzangst!
-- Wegen meiner Körpergrösse bevorzuge ich einen Platz beim Gang - dort behindere ich ein Gegenüber weniger als am Fenster, bin aber flexibel, wenn es ums rückwärts fahren geht. Aber keine Angst - ich stelle niemanden das Bein bei vorbeigehenden Fahrgästen, habe die Augen immer offen.
-- Ich freue mich jedes Mal, wenn ich einen Bahnwagen antreffe, wo die Armlehnen hochgeklappt werden können - ich sehe überhaupt keinen Sinn in diesen Armlehnen! - hätte sogar den Vorteil, dass man nicht extra aufstehen müsste, um jemand an den Fensterplatz zu lassen oder wenn eine korpulentere Person am Fenster sitzt, hätte es auch noch beim Gang genügend Platz ohne direkte Tuchfühlung - diese will man ja möglichst vermeiden oder wenn man mit dem unbekannten Gegenüber die Beine so kreuzen muss, dass Knie zwischen Knie ist.
-- Ich finde diese grossen “Jasstische” und Abfalleimer am Fenster keine gute Lösung, weil sie auf Kosten der Beweglichkeit gehen, weil man keine Beinfreiheit mehr hat - auch ein Grund des Vorzuges eines Gangplatzes.
-- Viele IC und IR sind für den Velotransport wegen dem engen Ausstiegsbereich nicht geeignet - da erinnere ich mich mit Wehmut an die alten Gepäckswagen zurück.
-- Die Ausstattung im Bereich Steckdosen und WLAN ist meiner Ansicht ausreichend, gebe aber zu, dass für mich die Bahn ein Fortbewegungsmittel und kein Arbeitsort ist. Im Fernverkehr hat man die Möglichkeit, das Handy aufzuladen und WLAN (im Grunde ist es durch die Bahn bereitgestellter Datenverkehr zum Nulltarif) brauche ich nicht bei den heutigen Tarifen. Ich bin sogar nur Prepaidnutzer und wenn ich bei einem Tagesausflug 80-120Mb verbrauche - was 80-120Rp entspricht - ist dies ein Betrag, der für mich noch erschwinglich ist.
-- Nicht unerwähnt lassen möchte ich dieses “reservationsfreie Reisen” innerhalb der Schweiz - für mich ein Inbegriff von Freiheit…. Bewegungsfreiheit… Platzfreiheit… (kann den Platz jederzeit wechseln, wenn es die Situation erlaubt), Wagenfreiheit… (wenn ich an einem Keilbahnhof umsteigen muss)…. kein starres Schema und meine natürlich dies als Einzelreisender.
Grundsätzlich bin ich - von Ausnahmen abgesehen - mit dem SBB Wagenmaterial recht zufrieden, auch im Wissen, dass ich von der Bodenseeregion in 2-3h in Bern bin, aber nach Wien fast 10h und nach Berlin gar über 12h benötige… zwischen diesen Fahrzeiten liegen doch Welten.