Bezüglich des kürzlichen Unfalls mit einem Güterzug im Gotthard-Basistunnel berichteten die Medien, dass „gemäss dem Betreiber die aussergewöhnliche Schadensituation mit den installierten Sicherheitssystemen nicht habe festgestellt werden können“.
Diese Aussage erstaunt doch sehr, denn der Tunnel ist mit Videokameras in regelmässigen Abständen ausgerüstet. Diese Kameras haben gewiss auch ein Mikrophon, wenn nicht, wäre das ein unverzeihlicher Planungsfehler.
Wenn diese optischen und akustischen Daten gesammelt werden, lassen sich daraus (KI lässt grüssen) statistische, typische Muster einer „normalen Zugsdurchfahrt“ generieren, die im Betrieb als Referenz dienen.
Wenn nun ein entgleister Güterzug auf acht (!) Kilometern Schwellen zerstört und andere Infrastruktur abräumt, dann unterscheiden sich das optische und vor allem das akustische Signal gewaltig vom Referenzwert, was einen sofortigen Eingriff seitens der Überwachungszentrale erlauben würde.
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