vezel: Tja - die 1858 eröffnete Bahnlinie durch das St. Galler Rheintal wurde erst 1934 elektrifiziert. Die Dörfer im St. Galler Rheintal waren wie eine Perlenkette am Hang wegen den damals vielen Überschwemmungen des Rhein. Die Häuser waren aus Holz, der Föhn war schon damals stark und Dorfbrände nicht selten. Die Einwohner wollten damals diese “feuerspuckenden Ungeheuer” möglichst weit weg von ihren Häusern haben.
Die Bahnlinie wurde auf Dämmen durchs Rietgebiet gebaut - entsprechend der Untergrund: Gerade bei diesen Doppelstock-Drachenzügen wackelts gewaltig hin und her, so dass es nach meiner laienhaften Einschätzung durchaus vorkommen könnte, dass die Automatik den Zug aus Sicherheitsgründen zum Stillstand bringt, genau so, wie ich es auch schon bei diesem Zug IR13 erlebt habe, eine Türe schliesst nicht richtig und der ganze Zug steht still.
Vor 2 Wochen war wieder einmal so ein Vorfall auf offener Strecke zwischen Altstätten SG und Oberriet im Frühverkehr und als nicht mittelbar Betroffener sehe ich in der Lokalpresse: “SBB setzen Fahrgäste Chaos aus” oder “SBB geben zu: Durchsage war mangelhaft”, wobei die meisten wartenden Fahrgäste nicht wissen, dass es in der ganzen Schweiz nur 4 Betriebszentralen gibt und diese Region vom Flughafen Zürich gesteuert wird. Wenn man bedenkt, dass die Strecke St. Margrethen SG - Buchs SG einspurig ist, kann man sich vorstellen was passiert, wenn ein Zug auf offener Strecke auf einem Damm nur mit Zugang über Feuchtwiesen stecken bleibt… und ab Dez.2024 sollen diese Züge im Halbstundentakt diese Strecke befahren…