Folgender Bericht hat mich schockiert und am gesunden Menschenverstand gewisser Personen zweifeln lassen, auch wenn sie rein rechtlich auf der sicheren Seite sind….
https://www.srf.ch/news/panorama/falsches-oev-ticket-sbb-krebst-nach-strafantrag-gegen-teenager-zurueck
Die Benutzung des ÖV scheint eine brandgefährliche Angelegenheit zu sein, sofern man das Billett mit der SBB-App bezieht und dabei einen Fehler macht, z.B. wenn das Billett nicht exakt mit dem Nutzer übereinstimmt….
Solches Verhalten der Bahn, die solche Berichte in der Presse erzeugen, sind nicht sonderlich förderlich für das Ansehen des öffentlichen Verkehrs, selbst wenn im Endeffekt der Strafantrag zurückgezogen wurde.
Der Vorfall ereignete sich auf dem Gebiet der SOB, wo man sowieso weiss, dass der Kontrolleur nach jedem Zughalt durch den ganzen Zug geht und damit auch die hinterste eingestiegene Person wahr nimmt, so wie noch vor 50 Jahren bei der SBB.
Was mich erstaunt: Warum muss die SBB diesen Strafantrag einreichen und damit den “Schwarzen Peter” übernehmen? Entstehen nicht gerade bei solch betriebsübergreifenden Aktionen Fehler, so dass ein banaler Fehlervorgang unnötig aufgebauscht, dramatisiert wird?
Jedenfalls - mir gibt dieser Vorfall und die ganze Vorgangsweise schwer zu denken….