Neuckiogreun79
Lieber Othmar
Früher, zu Nostalgiezeiten, gab es Billette nur am Bahnschalter. Der Zug fuhr, wenn überhaupt, einmal die Stunde. Wenn man mit dem Zug fahren wollte, musste man frühzeitig am Bahnhof sein, denn man wusste nie, wie viele Kunden am Schalter anstehen und ob es dann noch auf den Zug reicht.
Heute machen die Bahnen einem alles viel einfacher: mehrere Züge pro Stunde und der Billettschalter im Hosensack. Du kannst dein Billett also kaufen, wann und wo immer du möchtest. Einzige Bedingung: das Billett muss vor Abfahrt des Zuges gelöst sein. Diese Bedingung ist dazu da, um alle Kunden gleichzubehandeln. Denn die, die ihr Billett immer noch am Schalter lösen, die, die ihr Billett am Automat lösen, die, die ihr Billett rechtzeitig auf dem Smartphone kaufen, die, die ihr EasyRide rechtzeitig starten, erwarten, dass alle Kunden gleich behandelt werden. Es macht die Diskussion im Zug überflüssig, weshalb man kein Ticket kaufen konnte.
Würde man eine Frist einführen, würde das Problem nicht gelöst. Die ganze Diskussion um pünktliches Lösen würde sich dann einfach um 2 Minuten verschieben. Und, die E-Tickets gelten auch in Tram und Bus, die innerhalb einer Minute meist zweimal anhalten.
Das Blockieren der Türen sollte ein Gedanke bleiben. Denn wenn du erwischt würdest, müsstest du mit einer Anzeige rechnen.
Viele Grüsse
Roland