Es ist normal, dass Fehler passieren und es ist leider auch normal, dass man die Möglichkeit für Fehler erst erkennt, wenn einer passiert ist. Ein tragisches Beispiel ist der, nachträglich Apollo 1 genannte, Test der Raumkapsel, bei dem drei Astronauten bei einem Feuer umgekommen sind. Weshalb hat man den Test mit reinem Sauerstoff bei Atmosphärendruck durchgeführt? Weil in der ganzen NASA und den beteiligten Unternehmen niemand daran gedacht hat, dass Feuer eine mögliche Gefahr bei dem Test sein könnte. Deshalb wurden keine Vorkehrungen dagegen getroffen.
So scheint es auch hier: Es wurde gar nie die Möglichkeit in Betracht gezogen, dass fehlerhafte Daten so weitreichende Konsequenzen haben können. Dass ein böswilliger Mitarbeiter (oder ein gehackter Rechner) eines kleinen Busunternehmens den Fahrplan über Tage schweizweit lahmlegen könnte.
Deshalb wurden die Daten beim Einlesen nicht validiert und es gab keine Prozedur, mit der ein Administrator die Daten notfallmässig manuell hätte korrigieren können. Man war dem System hilflos ausgeliefert und musste den Schaden durch Kundenlenker mindern.
Ich bin mir sicher, die Verantwortlichen haben das Problem erkannt und bei der nächsten falschen Datenlieferung (die man kaum wird verhindern können), kann zeitnah reagiert werden. Das werden wir gar nicht mitbekommen. In der Zeitung stehen ja nur die Sachen, die nicht funktioniert haben. Was alles korrekt abgefangen wird, steht nirgends.