Hm da scheint jemand eine Diskussion unter den Teppich kehren zu wollen, da sie unangenehm wird ;-)
Da bin ich mit Dir nicht ganz einverstanden, dass die Posts nicht lösungsorientiert sind.
Ich spreche hier nicht von verlorenen Mützen, Regenschirmen oder Handschuhen, sondern von mobilen elektronischen Geräten, auf denen sensible persönliche Informationen gespeichert sind. Letztendlich wäre es vielleicht die einzig korrekte Lösung, für aufgefundene Mobiltelefone ein separates Vorgehen festzulegen. Kann nicht so schwierig sein.
scheine ich nicht der einzige SBB-Fahrgast zu sein mit dieser Erfahrung. Ich gehe davon aus, dass die Dunkelziffer wesentlich höher ist, dass die Meisten “Verlierer” aber irgendwann aufgeben, und sich vom Kundendienst abwimmeln lassen. Vielleicht ist dieses Thema von höherem Interesse als es aussieht.
Bisher hat sich die SBB auf den Standpunkt gestellt, dass alles genau so sein muss wie es ist. Ihr könnt euch gar nicht vorstellen, mit welchen “kreativen” Erklärungsversuchen mich der Kundendienst bisher abgewimmelt hat. Im Zweifelsfall habe ich a) ungenügende Angaben gemacht oder b) bei den Angaben einen Fehler gemacht c) die Variante vom Mülleimer ist mir auch auf die Nase gebunden worden und d) der letzte “Kundenberater” hat mir geraten, doch auch etwas Positives aus dieser Geschichte mitzunehmen, was gelinde gesagt, eine bodenlose Frechheit ist.
Ich gebe zu, der Titel ist etwas provokativ, ich habe die Erfahrung gemacht, dass Insistieren manchmal der erste Schritt zur Lösung ist, und dass man sich gelegentlich auch mal auf unangenehme und politisch inkorrekte Art Gehör verschaffen muss, wenn sich das Gegenüber taub, dumm oder totstellt. Ich schreibe das nicht nur hier, sonder habe mich gegenüber dem Kundendienst auch schon schriftlich und mündlich entsprechend geäussert.
Ich habe auch schon die Erfahrung machen müssen, dass es sich lohnt, auf “eigene Faust” zu suchen, und schwuppdiwupp, plötzlich wird man fündig (das war mal bei American Airlines in Chicago wegen eines Gepäckstücks), nachdem der überaus freundliche Kundendienst genau das Gegenteil behauptet hatte.
Mein Punkt ist, dass ich zu 99.9% sicher bin, dass mein Mobiltelefon gefunden wurde, und zwar entweder von einem Mitarbeiter der SBB, oder eines Betriebs, der zur SBB gehört. Beweisen kann ich es leider nicht, dafür hätte ich von Beginn weg das entsprechende Material sammeln müssen, aber da hatte ich noch Vertrauen ins System.
Das ist übrigens etwas, das ich anderen Fahrgästen mit auf den Weg geben möchte: wenn ihr ein Mobiltelefon verliert, und ihr könnt es bei der SBB auf Distanz orten, macht Screenshots, auf denen die Position des Geräts zu sehen ist, der Ladezustand der Batterie, und macht mehr als einen, um den zeitlichen Verlauf zu kokumentieren. Sonst glaubt euch kein Mensch. Insistiert, ruft bei der Bahnpolizei an wenn nötig. Denn früher oder später ist die Batterie leer, das Telefon in einer riesigen Kiste in Bern oder sonstwo, und ihr müsst euch darauf verlassen, dass es eines Tages vielleicht von “Spezialisten” korrekt identifiziert wird.
Die Rücklaufquote der verlorenen Gegenstände sei 80%, habe ich mir vom Kundenberater sagen lassen. Das bedeutet, 20% werden nach drei Monaten versteigert. Auch nicht schlecht.