Vielen Dank für den Rat die angegebene Nummer anzurufen (ich hätte mich sonst wohl sinnloserweise nach Baden ins Bahnreisezentrum begeben, weil ich eigentlich erwartete, dass eine “face to face” Aussprache ein höheres Erfolgspotential hätte haben können).
Nun hab ich mir heute Zeit genommen 0848 00 11 33 anzurufen. Nach wirklich langer Warteschlaufe konnte ich meinen Fall schliesslich einem netten Mitarbeiter schildern und hab schlussendlich auch eine moderate Kulanz zugesichert erhalten. Der Vorfall soll mich nun noch 60.- SFr kosten.
Eigentlich finde ich auch das nicht angemessen, da ich nicht “beschissen” habe. - Als die SBahn in Linthal einfuhr sah ich eine grössere Gruppe Kontrolleure aussteigen und sich ins Betriebsgebäude spazieren, wo sie sich wohl mit Getränken versorgten. - Es war mir also völlig klar, dass ich bei meiner Fahrt mit der sonst fast leeren S25 kontrolliert werden würde. Mir schien meine Bahnfahrt mit einem leicht unpassenden Billet für die selbe Transportleistung aufgrund der sachlicher Begründung kein Vergehen zu sein. - In früheren Zeiten hätte einem der Kondi doch irgend ein Spezialbillet ausgestellt, oder er hätte einen (quasi mit “Verwarnung”) im nächsten Bahnhof aussteigen lassen, damit man sich von dort für die Weiterfahrt selber ins Recht hätte setzen können. - Mir scheint dass das System dem Betriebspersonal heute kaum noch einen Ermessensspielraum lässt um Vernunft walten zu lassen und einem zB ein Sonderbillet auszustellen (wobei dann immer noch die Frage bestanden hätte an wen man dann zufällig gerade geraten wäre). - Ich meine man müsste dem Personal auf ihrem System eine zusätzliche Variante zugestehen, und man sollte die SBB homepage auch so modiffizieren, dass man nicht nur lauter vorgefertigte Antworten auf nicht zutreffende Fragen angeboten erhält, sondern auch in angemessener Weise auf die Kontaktnummer aufmerksam gemacht würde und dazu schreibt was man davon erwarten kann.
Zusatztipp für Reisende: löst nie ein “Sparticket” mit Zugvorgabe für eine Rückfahrt. - Man weis ja nie, was aus dem Ausflug wird, und ob die ganze Zahlung “für die Katz” sein wird (und lest die Nutzungsbedingungen, bevor ihr mit einen nervösen Finger eine “Sparlösung” anklickt).